[Rezension] Die Schülerin Jana über den Kindle 3G
Man könnte fast sagen, dass Jana ein MexxBooks Buchclub-Mitglied der ersten Stunde ist. Soweit wir sie bisher “virtuell” kennengelernt haben, ist Jana eine Leseratte und, darüber freuen wir uns besonders, eine eifrige Schreiberin von Rezensionen. Sie hat bereits zwei Wochen hintereinander mit ihren Rezensionen Amazon Kindle Gutscheine gewonnen.
Vor kurzem hat uns Jana Fotos von sich und dem Kindle zukommen lassen, die wollen wir den anderen Mitgliedern natürlich nicht vorenthalten. Sind sie doch ein schönes “Anwendungsmotiv” eines Kindle: superleicht und entspannt in der Liege lesen.
Wir haben Jana vor kurzem einen Kindle 3G für einen ausführlichen Test zur Verfügung gestellt und hier ist nun der dazu gehörende Testbericht bzw. die Rezension.
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Jana über den Amazon Kindle 3G
Ich habe ein Testgerät, den graphitgrauen Kindle 3G & Wifi von http://www.mexxbooks.de zum Testen bekommen und möchte ihn jetzt kurz bewerten.
Der Kindle ist mit seinen 247g und der ungefähren Größe eines Schulheftes schön leicht, klein und handlich. Die Einrichtung der Wi-Fi-Verbindung (Unter Settings, Wi-Fi Settings) ist schnell und einfach gestaltet. Für Zahlen und Sonderzeichen bei der Schlüsseleingabe benötigt man die Sym Taste. Nachdem man dieses weiss, geht die Einstellung und Verbindung problemlos.
Zu Beginn kann man das Deutsche Wörterbuch von Duden herunterladen, das ist sehr praktisch, wenn man ein Wort oder eine Bezeichnung in eimem Buch nicht kennt. Einfach mit dem 5-Wege-Joystick raufgehen und die Erklärung es Wortes wird unten eingeblendet. Genauer wird die Erklärung, wenn man den Begriff mit der mittigen Taste des 5-Wege-Joysticks anklickt. Zurück geht man anschliessend mit der Back-Taste. So spart man sich das heraussuchen aus dem gebundenen Duden und schaut auch mal Wörter nach, die man sonst nicht nachschlagen würde und aus dem Kontext nicht begreift.
Zusätzlich sind zwei Dictionarys ( Englisch-Englisch Wörterbücher) auf dem Kindle, ein amerikanisches Wörterbuch und ein englisches (Oxford Englisch). Sie funktionen genauso, wie der Duden. Wer noch ein Übersetzungswörterbuch braucht, wird für ein paar Euro im Kindle ebook Shop fündig.
Was fehlt zum entspannten Lesen? Das Buch. Man kann entweder direkt von der Homepage von amazon von PC, aus im Kindle Store Bücher kaufen und zum Kindle schicken lassen, nach dem Kauf per PC auf den Kindle per USB übertragen oder über Settings, Shop im Kindle Store mit dem Kindle die Bücher oder Zeitschriften direkt kaufen.
Über Wi-Fi und PC ist das ganze kostenlos, über 3G wird eine geringe Gebühr fällig. Bei Wifi ist das Bestellte innerhalb von Sekunden (meist nicht mehr als 30) nachdem man auf den Bestellknopf gedrückt hat, schon auf dem Kindle. Ein Supervorteil, wenn man schnell ein neues Buch anfangen möchte.
Bei 3G liegt der Empfang an der mobilen Datenverbindung, schlechter Empfang, schlechte Verbindung und umgekehrt. Ich hatte das Problem, bei meiner Schule einen miesen Empfang zu haben, so dass sich das Einkaufen sich nur über die Wifi-Verbindung lohnte.
Auch die Leseproben, die man auf den Kindle schicken kann, sind hervorzuheben. Wie oft kauft man ein Buch, ist nach einem Kapitel enttäuscht oder hätte etwas ganz anderes erwartet. So kann man einfach, wie in einer Buchhandlung reinlesen.
Das e-ink Display, das von Amazon so gelobt wird finde ich wirklich klasse. Es lässt sich überall und auch bei starken Sonnenlicht lesen und nach ein paar Seiten genüsslichen Lesensvergisst man, dass es kein Buch aus Papier ist. Schade finde ich es, dass man kein Hintergrundlicht einstellen kann, aber eine Leselampe erfüllt den selbigen Zweck. Es soll ja kein Hochleistungsgerät sein, sondern ein Buchersatz, um Platz und Schlepperei zu sparen. Der Kindle hat sein eigenes Format für Bücher, wer aber eigene Dokumente oder Bücher auf den Kindle schicken möchte kann das einfach mit dem Programm Calibre machen oder die Datei als Anhang einer email an [email protected] senden. Wenn amazon den Text konvertieren soll, kommt noch convert in die Betreffszeile.
Zusätzlich möchte ich noch auf die Schriftgrößeneinstellung eingehen. Um so älter der Mensch, desto wahrscheinlicher ist die Möglichkeit der Benötigung einer Lesebrille. Aber nicht jeder setzt eine auf.
Indem man im Buch die Taste AA drückt, kommt man in die Schriftgrößeneinstellungen. Dort kann man die Schriftgröße ändern oder die Displayansicht drehen.
Bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden wie man auf der Hauptseite die Schrift vergrößern kann, denn was nützt die Einstellung im Buch, wenn man den Rest nicht lesen kann.
Ein Vorteil ist weiters, dass man „Ordner“ anlegen kann. Unter Settings, create an new collection kann man seiner „Kollektion“ Namen verpassen.
Wenn man nun auf seine Kollektion geht, z.B. Krimi, und die > des 5-Wege-Joysticks drückt, kann man seine Bücher seiner Kollektion hinzufügen oder sie aus der Kollektion entfernen.
Es geht auch, wenn man auf das Buch geht, die > Taste drückt. Dann kann man dieses Buch zu einer Kollektion hinzufügen. Schade ist, das man zwar „Order“ erstellen kann, aber keine Unterordner.
Wenn man sich einen Kindle teilt, wären Unterordner sehr sinnvoll.
Der Kindle hat eine text-to-speech Funktion, was so toll klang, war für mich eher ernüchternd. Prima, dachte ich, jetzt kann ich mir englische Bücher vorlesen lassen. Leider werden die Bücher sehr monoton und ohne richtige Pausen vorgelesen. Meine Englischkenntnisse reichen dafür nicht aus und es ist noch lange kein Hörbuchersatz. Wenn man den Ton ausschaltet, kann für manch einen das automatische Umblättern bei dieser Funktion vielleicht hilfreich sein.
Das Akku soll ja lange halten, bei dem Wifi Modell kam ich auf 2 Wochen und bei dem mit Wi-Fi und 3G auf 1 Woche. Nicht jeder liest nur 1 Stunde täglich, wie bei Amazon angegeben. Der Kindle wird nur mit dem USB Kabel geliefert, lasst sich aber mit den üblichen USB Adaptern von Handys oder vom iPod für die Steckdose ohne weiteres aufladen.
Da ich nicht möchte, das der Kindle verschmutzt, oder beschädigt wird, transportiere ich ihn in einer Lederhülle. Damit ist er zufriedenstellend geschützt und sieht auch noch edler aus.
Zur Zeit ist der eBook Store bei Amazon Deutschland noch nicht ausgereift, so muss ich Mangas immer noch als Taschenbuch lesen und komme nicht in Genuss der Kindle Version.
Vorteil aber sind die kostenlosen Bücher, welche man in der Schule gelesen haben muss. So spare ich mir manches Buch.
Überall lesen, kein Schlepperei von Büchern, gestochen scharfer Text, lange Laufzeit, einfache Übertragung von Büchern sind alles Gründe, warum ich ihn nicht mehr hergeben möchte.
Nun gibt es manche, die ihn wegen der unausgereiften PDF-Funktion kritisieren und wegen des fehlenden Touchpads. Ich brauche beides nicht, wer PDFs lesen will nehme den Kindle DX und wer ein Touchpad braucht, den Sony ebook reader prs 650. Ich möchte keine Fingerabdrücke und bleibe bei dem Kindle. Langsam begeistern sich meine Freundinnen auch für das Gerät, denn man kann überall sein Buch rauskramen, an der Bushaltestelle, im Zug oder beim Warten. Der Anschaffungspreis mag zwar sehr hoch sein, aber mit der Zeit merkt man, wie schön das überall lesen können ist. Ausserdem finde ich den schlechten Browser ganz gut, so verlockt einem der Kindle nicht, eben mal zu surfen, E-Mails zu ziehen oder mal eben zu schauen, wer gerade on ist. Das lenkt zu sehr vom Lesen ab und gehört auch nicht unbedingt zu einem Reader. Wer das will, sollte sich ein iPad holen.
Vielen Dank an Jana für ihre ausführliche und informative Rezension. Ich denke, dass der Kindle damit selbst für Leute, die ihn noch nie gesehen oder angefasst haben, greifbar wird. Offenbar kommt der monofunktionale eBook Reader auch bei Schülern und Jugendlichen an. Da waren wir uns zunächst nicht sicher aber nachdem auch meine Tocher auf den Kindle umgestiegen ist und ich Janas Rezension gelesen haben, bin ich überzeugt, dass das auch ein Gerät für diese Generation sein kann. Was mir an der Rezension gut gefällt, das ist die sauber herausgearbeitete Abgrenzung zu anderen Geräten wie den iPad oder eBook Readern mit Touchscreen. Jana beschreibt sehr exakt, was der Kindle ist und kann und was nicht.








