Die Nachfrage nach dem Kindle Fire “explodiert”
Die Nachfrage nach dem Kindle Fire scheint tatsächlich die Erwartungshaltung von Amazon bei weitem zu übertreffen. Chip Online berichtet heute, dass Amazon erneut die Bestellmenge für den Kindle Fire bei seinen Zulieferanten erhöht hat. Auch dem Spiegel Online war dieser Umstand heute eine Meldung wert.
Die Meldungen beziehen sich auf einen Bericht von Digitimes nach der Amazon ursprünglich 3,5 Millionen Kindle Fires bei seinen chinesischen Zulieferanten geordert, dann auf 4 Millionen und jetzt auf 5 Millionen für die Auslieferungen 2011 aufgestockt hat.
Wir dürfen den Spiegel Online an dieser Stelle zitieren:
Die Entscheidung für die Erhöhung der Produktionsmenge basiert auf massenhaften Vorbestellungen, zeugt aber auch von einem guten Selbstbewusstsein Amazons im Vorweihnachtskampf mit Konkurrent Apple. Zum Vergleich: Dessen Tablet iPad 2 ging nach dem Verkaufsstart im März dieses Jahres innerhalb einer Woche eine Million Mal über den Ladentisch.
Dafür, dass Amazons Rechnung aufgehen könnte, sprechen Gerüchte, Apple habe die iPad-Produktion zurückgefahren. Noch mehr aber aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens ChangeWave, wonach fünf Prozent von 2600 befragten Early Adopters gedenken, sich ein Kindle Fire anzuschaffen oder schon eines vorbestellt haben; zum iPad hatten sich in einer vergleichbaren Studie im Vorjahr nur vier Prozent bekannt. Doch damit nicht genug: Von diesen ausgemachten Fire-Käufern bekennen sich außerdem rund ein Viertel dazu, die Anschaffung eines iPad zugunsten des neuen Kindles auf Eis zu legen.
Der Markt für eBooks bzw. digitale Inhalte ist derzeit wohl der “heißeste Flecken” Erde im digitalen Universum. Das nach Google, gemessen an der Marktkapitalisierung, größte börsennotierte Internetunternehmen Amazon verwettet nach Meinung vieler Analysten seine Zukunft auf den Verkauf digitaler Inhalte und will konsequenterweise mit den eigenen eBook Readern und Tablets die “Lufthoheit” beim Konsumenten erobern. Die hohen Investitionskosten sowie die Subentionierung der eBook Reader reißen große Löcher in die 2011/12er Bilanzen von Amazon. Angeblich verliert Amazon pro Kindle Fire irgendwo zwischen US-$ 20 bis 45. Das würde bei 5 Millionen verkauften Einheiten für 2011 alleine Subventionskosten von US-$ 100 bis 225 Millionen verursachen. Auch für Amazon kein Kleingeld …







