By 3. April 2012 2 Comments Read More →

Der Kindle Fire und seine Auswirkungen

Im MexxBooks-Forum wird nicht nur über Bücher gesprochen, sondern auch über neue Reader und Tablets. Derzeit findet gerade eine interessante Diskussion über den Kindle Fire statt, die ich gerne zusammenfassen würde, weil das auch für weniger informierte Leser interessant sein könnte. Beginnen möchte ich die Zusammenfassung mit einer Grafik, die unser Mitglied Leseratte gepostet hat und die zeigt, wie der Kindle Fire den Android Markt in den letzten Monaten von hinten aufgerollt hat.

Kindle Fire und der Android MarktDieter hat diese Grafik kommentiert und folgendes dazu gemeint:

Eine ähnliche Entwicklung hat das Nook Tablet von Barnes & Noble in den USA/Canada. Auch hier ist laut Geschäftsbericht eine Steigerung von 70 % festzustellen. Das Nook Tablet ist vergleichbar mit dem Kindle Fire und hat eine große Anhängerschar. Dabei stehen wir im Grunde am Beginn der Entwicklung. Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Am 27.03.2012 berichteten die Taiwan Economic News , dass Amazon in diesem Jahr drei neue Versionen des Kindle Fire Tablets auf den Markt bringen könnte. Schon lange hieß es, dass Amazon an einem größeren Gerät arbeitet, ein 8,9″-Modell mit einer Bildschirmauflösung von 1920 x 1200 Pixel soll es sein. Auch ein günstigeres 7″-Modell mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel sowie ein Mittelklasse-Modell der Größe 7″ mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel stehen auf der Liste.
Lassen wir uns also mal überraschen. Sollte es stimmen, finde ich die Ausrichtung auf einen nicht eInk-Touchscreen schon interessant.

Ok, es gibt aber nicht nur Fans des Kindle Fire am Forum. Entsprechend skeptisch äußern sich daher Dietmar, Mastacheata und sanphoemo:

Das ist für das Gesamtkonzept Amazon Multimedia interessant, das lesen erleichtern die Teile nicht. Und die Laufzeit ist halt “low-budget” Tablet Standard. Wenn ich da was “richtiges” will, komm ich am iPad nicht vorbei. Ob man den Apfel mag oder nicht, das ist die Messlatte.

Wofür, wenn nicht für Multimedia braucht man denn die Leistung eines iPad? Die Argumentation läuft jetzt ins leere, auch wenn ich deine Meinung grundsätzlich Teile. Was Apple da geschafft hat ist die Messlatte für alle anderen und die ist verdammt hoch.

Das sehe ich genauso. Wenn ich was Buntes will kauf ich ein Ipad. Das würde mich auch nach wie vor davon abhalten einen Fire zu kaufen. Ans iPad kommt er nicht dran. Sorry Jungs ;-)

Eine pointierte Position nimmt Mareike in dieser Diskussion ein, wenn sie die Position des Kindle Fire zurechtrückt:

Nee, ein iPad ist mir zu teuer, im Vergleich dazu, was es kann. Wenn ich in dieser Preisklasse investiere, muss das Gerät ein Notebook ersetzen können, und das kann es nicht. Für mich ist ein iPad ein Spielzeug (jaa, ich weiß, es gibt Bereiche, in denen sich ein iPad durchaus produktiv einsetzen lässt, aber das sind nicht “meine” Bereiche), genauso wie der Fire. Und dann geb ich lieber 200 als 600€ für ein Spielzeug aus, stell mir noch ne Konsole daneben und habe immer noch Geld gespart.

Also, soweit ein kurzer Zwischenbericht über die Diskussion betreffend Sinnhaftigkeit des Kindle Fire und seine Stellung gegenüber dem Klassen-Primus iPad. Mal sehen, wie das weitergeht. Wir berichten bzw. laden wir euch ein, die Kindle Fire Diskussion live am Forum zu beaobachten oder daran teilzunehmen.

About the Author:

Ich blogge seit vielen Jahren, lese noch viel länger und bin ein großer Fan der neuen Medien in Sachen Lesen. Seit 2009 beschäftige ich mich mit E-Books und eReadern bzw deren Möglichkeiten.

2 Comments on "Der Kindle Fire und seine Auswirkungen"

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  1. Ich persönlich glaube, dass die Tablets die E-Book-Reader verdrängen werden. Aus mehreren Gründen: Sie stossen auf eine ausserordentliche Resonanz, die Computingpower von Tablets gestattet interessantere Anwendungen mit Internetvernetzung und Multimedialität, deren Displaygrösse ist sehr nahe am Buch und die Auflösung bei guten Geräten exzellent. Und wer möchte schon ein halbes Dutzend Geräte mit sich herumtragen, wenn sich vieles auf einem erledigen lässt – eben das Lesen auch auf Tablets?

  2. TMSHOPSER sagt:

    Das der Markt der Tablets wachsen wird und damit auch die Nutzung als Lese-/Hörplattform, liegt auch für mich auf der Hand. Die modernen Smartphones gehören für mich auch dazu.
    Jedoch glaube ich nicht, das die klassischen E-Book-Reader verdrängt werden.Diese werden immer leistungsfähiger und haben in nicht allzu weiter Zukunft auch einen farbigen eInk-Bildschirm. Für beide Gerätetypen gibt es schon jetzt eine begeisterte Nutzerschar.

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